Blogparade von
Anja Dix hatte vom 16. Juni bis zum 2. August 2026 zu einer Blogparade eingeladen, die sich einer ganz besonderen Frage widmete: Was kannst du richtig gut – und hast es lange nicht gewusst? Es ging um jene Stärken, die uns so leicht von der Hand gehen, dass wir sie übersehen, kleinreden oder sogar für einen Mangel halten, bis jemand staunt oder es bei uns selbst klick macht.
Die Regeln waren einfach: Einen eigenen Blogartikel zum Thema schreiben, den Aufruf in der Einleitung verlinken und anschließend den Link zum Artikel mit einem kurzen Text in den Kommentaren hinterlassen. Als Anregung gab es einen ganzen Strauß an Impulsfragen, zum Beispiel: Wann hast du gemerkt, dass es eine Stärke ist? Warum hast du sie lange nicht gesehen? Wer hat dir geholfen, sie zu erkennen? Und was möchtest du jemandem mitgeben, der seine verborgene Stärke noch sucht?
Am Ende waren neun Beiträge aufgelistet, acht davon über die Kommentare eingereicht und einer von Anja Dix selbst. Sie handelten unter anderem vom Zuhören, vom Technikverstehen, vom Erkennen und Fördern fremder Stärken, von gestaltender Beratung und vom Improvisieren. Eine Zusammenfassung mit ihren Erkenntnissen hat Anja Dix in einem eigenen Beitrag veröffentlicht.
Besonders schön war die Vielfalt der Stärken, die zum Vorschein kamen: Andrea Sam schrieb über das Zuhören, Sylvia Nischkowski darüber, wie sie über 30 Jahre lang für ihr Technikverständnis blind war, und Sandra Schwertfeger erzählte, wie sie beim Lesen, Schachspielen und Tanzen die Welt um sich herum vergessen kann. Anja Dix selbst zeigte, dass Improvisieren ihre Stärke ist und keine mangelnde Disziplin.
Mehrere Teilnehmende nahmen den Gedanken der blinden Flecken auf: Dr. Hanna Steffen beleuchtete, warum gerade begabte Menschen oft die größten Selbstzweifel haben, und beschrieb ihre Gabe, die Schätze hinter dem blinden Fleck anderer zu heben. Anja Langner richtete den Blick auf Kinder in der Lerntherapie und darauf, wie das Stärken von Talenten zum Motor beim Lernen wird.
Und manchmal führte der Aufruf zu ganz konkreten Aha-Momenten: Bettina Verheyen fand durch ihren Beitrag ihren Claim „Ich lege Geschichten frei“, Melanie „minschtl“ Hafner holte einen lange liegengebliebenen Artikel über einen wachsenden Markenauftritt endlich hervor, und Nathalie Stöcklin schrieb darüber, was sie jahrelang nicht gewusst hatte.
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