Blogparade von
Sascha Theobald wollte mit seiner WebParade den Vorurteilen über Solo-Selbstständige etwas entgegensetzen. Im „Angestelltenland“ gelten sie oft als exotische Spezies, als Einzelkämpfer oder Berufstätige zweiter Klasse. Dabei gibt es im DACH-Raum laut den genannten Eurostat-Zahlen von 2022 rund 2,5 Millionen Selbstständige ohne Mitarbeiter, mehr als Selbstständige mit Angestellten. Die Aktion zeigte, dass Erfolg sich nicht an Mitarbeitern oder Bürofläche messen lässt.
Die Teilnehmenden waren eingeladen, ihre Perspektive, Erlebnisse, Erkenntnisse, Herausforderungen und Wünsche zu teilen. Als Inspiration gab es Fragen, zum Beispiel: Was bedeutet Selbstständigkeit für dich? Warum hast du dich selbstständig gemacht? War der Verzicht auf Mitarbeiter eine bewusste Entscheidung? Was genießt oder stört dich? Welche Forderungen hast du an die Politik? Würdest du anderen die Solo-Selbstständigkeit empfehlen? Man durfte sich frei bedienen.
Die Regeln waren einfach: Der Beitrag konnte als Blogartikel, LinkedIn-Post, YouTube-Video oder Podcast-Folge entstehen. Er sollte den Originalbeitrag verlinken und den Hashtag #WirSindSolo nutzen. Den Link schickte man per E-Mail oder LinkedIn-Nachricht an Sascha Theobald, der ihn auf der Seite sammelte und auf LinkedIn teilte. Die Frist wurde vom 31.10.2024 auf den 30.04.2025 verlängert, inzwischen ist die WebParade beendet. Am Ende standen 26 Einträge in der Beitragsliste, darunter ein gemeinsamer Beitrag von elf Mitgliedern des Magnetprodukt-Clubs.
Besonders schön war die Vielfalt der Beiträge. Es gab persönliche Rückblicke wie „10 Jahre solo-selbständig“, Erfahrungsberichte über Herausforderungen und Perspektiven sowie Beiträge über Selbstzweifel und Tipps. Manche Autor:innen erklärten bewusst, warum sie kein Team haben und das auch nicht ändern möchten. Andere schrieben eine „Ode an die Solo-Selbständigkeit“ oder sammelten „3 Yeahs und 3 Uffs“.
Auch die Formate waren abwechslungsreich: Neben Blogartikeln gab es Beiträge auf LinkedIn, darunter einen über Selbstständigkeit in vier Lieblingsromanen. Elf Mitglieder des Magnetprodukt-Clubs schrieben gemeinsam darüber, warum die Selbstständigkeit der beste berufliche Schritt sein kann. Dazu kamen Beiträge über Neuanfänge, etwa als Solopreneur 2025, und über das bewusste Alleinarbeiten als „Smartpreneur“.
Der Aufruf selbst war warmherzig und zugleich nachdenklich. Er erinnerte daran, dass Solo-Selbstständige vollwertige Selbstständige sind, und er lud dazu ein, voneinander zu lernen und die eigene Situation bewusster wahrzunehmen.
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