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eindeutig-uneindeutig

eindeutig-uneindeutig

Urs Küenzi lud mit der Blogparade „eindeutig-uneindeutig“ dazu ein, Ambivalenz schreibend zu erkunden. Die Idee entstand als Schreibgruppenvorschlag für die abgesagte Jahrestagung des Segeberger Kreises und passte erstaunlich gut zu den zwiespältigen Gefühlen der frühen Corona-Wochen. Entstanden sind persönliche, poetische und nachdenkliche Texte rund um Nähe, Abstand und Widersprüche.

Blogparade von

Urs Küenzi
Bild KI generiert

Beendet am

31. März 2020

Status

bereits abgelaufen

Zusammenfassung auf

WAS WAR

Zusammenfassung

Anlass der Blogparade war die Absage der Jahrestagung des Segeberger Kreises – Gesellschaft für Kreatives Schreiben zum Thema „Haltungen schreibend erfahren“. Urs Küenzi hatte dafür einen Schreibgruppenvorschlag zum Thema „eindeutig-uneindeutig: Ambivalenz schreiben“ vorbereitet und machte daraus eine Blogparade. In der Corona-Zeit empfanden viele ohnehin höchst ambivalente Gefühle.

Die Teilnehmenden waren eingeladen, bis zum 31. März 2020 eigene Texte zu veröffentlichen, den Blogbeitrag zu verlinken und den Link in den Kommentaren zu hinterlassen. Wer nicht selbst veröffentlichen konnte, durfte den Text als Kommentar einreichen oder per Mail schicken. Gewünscht war eine fiktionale Erkundung der Ambivalenz: etwa mit ambivalenten Figuren, Stilmitteln wie Oxymoron oder Paradoxon, einem Manifest der Ambivalenz oder zwiespältigen Objekten wie Flugzeug, Plastik oder Drogen. Als Tipp galt, wie in einer Schreibgruppe mit Zeitlimit „quick and dirty“ zu schreiben.

Als Beispiel steuerte Urs Küenzi den Text „Das Frischluftparadox“ bei. Fünf Beiträge wurden aufgelistet, darunter „Henni und der Platz für Corona“, „Lärmpause“, „Ambivalenter Abstand“, „Die Welt atmet“ und „Brautwerbung“.

WAS BLEIBT

Highlights aus dieser Blogparade

Der Beispieltext „Das Frischluftparadox“ zeigte lebendig, wie sich Ambivalenz im Schreiben einfangen lässt: Ein Mann am Fenster schwankt zwischen Sehnsucht nach Frischluft, Angst, Einsamkeit und Ironie – mit Humor und viel Wortwitz.

Die fünf Beiträge der Mitparadierenden spiegelten die Vielfalt der Zugänge. Sie reichten von einem Einkaufsgang mit der Figur Henni über eine Lärmpause auf dem Balkon und die Gedanken zum „Ambivalenten Abstand“ bis zu „Die Welt atmet“ und „Brautwerbung“.

Besonders warm wirkten die Kommentare: Teilnehmende antworteten mit Gedichten und Wortumarmungen, und mehrere dankten für die „Wortnähe“, die die Blogparade in Zeiten des Abstands möglich machte. Eine Kommentatorin beschrieb zudem, wie sie Kassierenden hinter Plexiglas nun mit mehr Wertschätzung begegnete.

Dieser Aufruf gehört Urs

Alle Details, Fragen, Teilnahmebedingungen und die eingereichten Beiträge findest Du im Originalbeitrag. Dort freut sich Urs auch über deinen Kommentar.
Urs Küenzi
I curate you
Urs Küenzi wurde 1971 in Bern geboren und lebt und arbeitet in Zürich und Berlin. Er hat unter anderem einen M.A. in Biografischem und Kreativem Schreiben und bietet Schreibangebote an. Von 2007 bis 2013 gründete und leitete er den Berliner Kunstraum Substitut für zeitgenössische Kunst aus der Schweiz. Auf seinem Blog „I curate you“ schreibt er autofiktional, fiktional, biografisch und lyrisch.

Auf einen Blick

Kategorie
Schreiben
Zeitraum
19. März - 31. März 2020
Veranstaltet von
Urs Küenzi
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