Blogparade von
Die Blogparade „Lernwelten 2030“ stellte die Frage, wie Leben und Lernen in zehn Jahren in einer digitalisierten Welt aussehen könnten. Anlass war die gleichnamige Kurzgeschichte von Ulrike Arabella Meran und Dorit Havel, die ein Studium an einer fiktiven deutschen Hochschule im Jahr 2030 schildert. Dabei greift sie Themen wie virtualisierte Lernarchitekturen, neue Lehr-Lernszenarien, vielfältige Bildungsbiografien und die Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf.
Mitmachen konnte man mit einem Artikel auf dem eigenen Blog oder mit einem Kommentar. Die Form war frei: Die Handlung der Geschichte durfte weitergeschrieben oder ein eigener Text im Stil der Wahl verfasst werden, zum Beispiel ein Essay, ein Gedicht oder eine Collage. Als Anregung gab es Schreibimpulse zu Kapitel 7 sowie Denkanstöße, etwa zu Lernräumen der Zukunft, zur Bibliothek von morgen, zu ethischen Leitprinzipien und zur Frage, wie wichtig die Unterscheidung zwischen „echt“ und „fake“ sein wird.
Die Beiträge fielen sehr vielfältig aus: Es entstanden Fortsetzungsszenen und Dialoge, utopische und dystopische Zukunftsszenarien, Collagen, Zeichnungen, ein Video-Rundgang über einen virtuellen Campus, Essays und Überlegungen zur Digitalisierung im Kinderleben. Auch in den Kommentaren wurde lebhaft diskutiert, etwa über das Zusammenspiel von analoger und digitaler Lehre. Am Ende werteten die Autorinnen die häufigsten Begriffe aus den Kommentaren in einer Word Cloud aus.
Besonders einfallsreich waren die erzählerischen Beiträge: Ein Szenario ließ die K.I. Micky sich selbst einen Namen geben und endete mit einem Atari als überraschendem Retter. Ein anderes zeigte eine Kommune auf dem Land mit alternativer Schule, ein weiteres entführte in ein Raumschiff, und eine Altenheim-Geschichte erzählte von der lesebegeisterten Agathe und dem Pflegeroboter Pingu. Dazu kamen nachdenkliche Fortsetzungen der Gespräche zwischen Fiona, Kibe und Micky über Menschenkenntnis und Mitgefühl.
Auch die visuellen Beiträge stachen hervor: Collagen zu Learning Library, virtuellem Lernen und zum Gespräch zwischen Kibe und Fiona, eine liebevoll detaillierte Zeichnung eines Learning Centers mit Bioreaktor, Lagerfeuer und Bücherregal sowie stimmungsvolle Bilder vom „Learning Forest“ und „Rooftop Garden“. Ein Highlight war die Guided Tour über den virtuellen Campus der Ada Lovelace Universität, die mit dem Spiel „Die Sims 3“ nachgebaut wurde.
Anregend waren zudem die fundierten Diskussionen: Leser:innen diskutierten Artikel und Vorträge zur Universität der Zukunft und das Zusammenspiel von „brick“ und „click“. Es gab einen Workshop-Bericht aus Weimar, einen Gastbeitrag auf dem Blog des Hochschulforums Digitalisierung und einen Essay, der für mehr Entschleunigung beim Einsatz digitaler Technik plädierte.
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